Im Facility Management ist vorbeugende Instandhaltung Standard – bei Haustechnik, Brandschutz und Aufzügen. Sitz- und Liegemöbel laufen dagegen oft nach dem Prinzip „bis es kaputt ist“. Das ist teurer als nötig, weil kleine Schäden unbemerkt wachsen.
Warum Polstermöbel eine Wartung brauchen
Eine offene Naht wird zum Riss, ein loser Gurt lässt die Polsterung absacken, eine gelockerte Verbindung bricht irgendwann. Wer diese Schäden früh erkennt, repariert sie in Minuten statt in Stunden.
Was ein guter Wartungsvertrag regelt
- Umfang: Welche Möbel, Bereiche und Gebäude sind enthalten?
- Intervalle: Wie oft wird geprüft – je Bereich und Nutzungsintensität?
- Leistungen pro Einsatz: Sichtprüfung, Reinigung, Kleinreparaturen.
- Abgrenzung: Was ist enthalten, was wird gesondert angeboten (z. B. Neubezug)?
- Dokumentation: Form und Inhalt des Berichts nach jedem Einsatz.
- Organisation: Ansprechpartner, Zugangsregeln, Terminabstimmung.
Intervalle sinnvoll festlegen
Nicht jeder Bereich braucht denselben Rhythmus. Ein Wartebereich mit hoher Frequenz verdient kürzere Intervalle als ein selten genutzter Sitzungssaal. Bewährt hat sich, mit einer Bestandsaufnahme zu starten und die Möbel nach Nutzung in Gruppen einzuteilen.
Für Ihr Budget: Mit einer Zustandsdokumentation können Sie Ersatzbeschaffungen über mehrere Jahre planen, statt von Ausfällen überrascht zu werden.
Woran Sie einen guten Partner erkennen
Achten Sie darauf, dass Ihr Dienstleister nicht nur reinigt, sondern auch polstert und Gestelle reparieren kann. Nur dann werden Schäden bei der Prüfung erkannt und direkt behoben.
Was bei einem Wartungseinsatz konkret passiert
- Sichtprüfung aller Möbel im vereinbarten Bereich
- Funktionsprüfung: Stabilität, Gleiter, Verstellmechaniken
- Sofortmaßnahmen: Nähte schließen, Knöpfe ersetzen, Verbindungen nachziehen
- Reinigung nach Vereinbarung
- Bericht mit erledigten Arbeiten und Empfehlungen für größere Maßnahmen
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Wartungsvertrag schon bei kleinerem Bestand?
Ja, wenn die Möbel stark genutzt werden. Entscheidend ist weniger die Stückzahl als die Belastung: Zehn Sessel in einer Hotellobby verschleißen schneller als fünfzig Stühle in einem selten genutzten Saal.
Wer entscheidet über größere Reparaturen?
Sie. Kleinreparaturen sind im vereinbarten Rahmen enthalten, größere Maßnahmen wie ein Neubezug werden vorab angeboten und erst nach Ihrer Freigabe ausgeführt.
Mehr dazu auf unserer Seite Instandhaltung & Wartung.

